Die Nikolauswanderung Rund um den Teufelsstein 2004

Bericht von Kurt Grabo _ Sektion Frankenthal des DAV


Bing! BING! BING!

Erst leise von Ferne,
dann immer näher und lauter
tönt eine Glocke durch den Wald.
Ein roter Mantel zeigt sich in der Dämmerung der Bäume
und bewegt sich erhaben auf unsere,
sich um die heißen Getränke und leckeren Plätzchen gescharte Gruppe zu.

28 erwartungsfrohe Kinderaugen sind weit geöffnet.
Es wird still.
Der Nikolaus kommt.
Die Kinder sind dicht gedrängt, obwohl keiner so richtig vorne stehen will. In seinem großen Sack hat der Nikolaus für jedes Kind eine Botschaft vom Christkind und ein Geschenk dabei. In vorweihnachtlicher Stimmung werden von den Kindern Gedichte und Lieder vorgetragen. Bevor der Nikolaus wieder geht, singen alle zusammen ein Weihnachtslied.

Drei Wandergruppen mit 40 Erwachsenen und 14 Kindern haben sich am 04. Dezember 2004 nach einem Sternmarsch am Schlagbaum bei der Weilach (Bad Dürkheim) zum gemeinsamen Glühweintrinken und Plätzchenverzehr getroffen.
Die Familiengruppe wanderte vom
Parkplatz an der Weilach
zum Keltischen Ringwall "Heidenmauer"
und daran entlang zum
Kriemhildenstuhl.
Dabei mussten einige Hindernisse auf dem Trimm-dich-Pfad überwunden werden. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es weiter zur
Kaiser Wilhelm Höhe. Leider war es neblig und kalt, so dass uns der schöne Ausblick verwehrt blieb. Nachdem die Höhe ausgiebig erforscht war, steuerten wir unser nächstes Ziel,
den Teufelsstein,an.
Der Aufstieg verschaffte uns eine kleine Erwärmung.
Oben angekommen wurde der Fels sofort von den Kindern in Besitz genommen und von allen bezwungen und mehrfach erstiegen.
Eine willkommene Abwechslung vom Wandern. Bei den "Großen" wurden die leisen Fragen nach dem Treffpunkt mit dem heißen Glühwein immer lauter. Die letzte Etappe ging schnell, da die Kinder voraus jagten und alle hinterher strebten. Wir waren die Ersten.

In diesem Moment kam die hervorragend organisierte Gertränkeversorgung.
Spannend war hier vor allem das Anwärmen des Kinderpunsches in einem transportablen Ofen. Dicht gedrängt schauten alle Kinder zu, wie erst das Feuer entfacht und später der Topf mit dem leckeren Punsch eingesetzt wurde.
Inzwischen trafen auch die Seniorengruppe und die Wandergruppe ein, die die Versorgung mit Plätzchen und Äpfeln vervollständigten.

Sobald der Nikolaus uns verlassen hatte, wanderten die Gruppen gemeinsam zur
Waldgaststätte "Zum Schützenhaus".
Nachdem unsere "Kleinen" als erste ihren Hunger gestillt hatten, bastelten die meisten von ihnen am prima vorbereiteten Basteltisch, was den "Großen" die Gelegenheit gab, in Ruhe zu essen und zu plaudern.
Das letzte Abenteuer war dann im Dunkeln der Rückweg zum Parkplatz.

Im Namen aller ein großes Dankeschön an all jene, die durch ihren persönlichen Einsatz zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen haben.

P.S.
Ein privates Dankeschön an alle, die mir während der Wanderung bei der Betreuung von Eric geholfen haben, da wir ohne die Mama auskommen mussten, die seine krank gewordene Zwillingsschwester pflegte.

Auf gleicher Augenhöhe

Nicol

Foto: Carola G r a b o    

 


 
Dem Bericht aus dem Jahre 2004 folgt hier der des Jahres 2005.
Sie könnens nicht lassen, diese Bergvagabunden, kaum einen Gipfel erklommen,
peilen sie den nächst höheren an, daran ihre Kraft spielen zu lassen.
 
 

Nikolauswanderung

durchs Leininger Land

Wir trafen uns bei zum Glück gutem Wetter.
Die größeren Kinder stromerten durch den Wald, durchstöberten die Schmeereste und wurden bei den Eltern oder Großeltern selten gesehen. Die Kleinen strengten sich beim Wandern tapfer an und brauchten kaum eine Auszeit. Schön war, dass die Vorderen öfter kurze Pausen einlegten, so dass die mit den kurzen Beinen hurtig aufschließen konnten, und die Familiengruppe von insgesamt 53 Personen beisammen blieb.
Auch die "Nikolaus Erwachsenengruppe" mit 12 Teilnehmern fand sich nach einer von Edgar und Ellen Hanke schön ausgesuchten Wanderung vom Rahnenhof zum Rahnenfels und zurück über Höhningen zum Glühweinumtrunk am Treffpunkt ein; pünktlich ebenso die von Wolfgang Sowart geführte "Nikolaus Seniorengruppe".

Es hatte sich wohl bis ins Bayrische rumgesprochen, dass am 03. Dezember die Nikolauswanderung des DAV-Frankenthal stattfindet, und so traf ein "Nachwuchsnikolaus" mit alpenländischem Zungenschlag 31 Kinder im Alter von 2 bis 12 Jahren, die nach anstrengender aber froher Wanderung durchs Leininger Land auf die Überraschung hofften.
So wurde denn auch keines enttäuscht und mit einem zünftigen Spruch samt kleinem Geschenk bedacht. Auch die ca. 50 Erwachsenen lauschten gespannt wie erheitert.

Dem langjährig gewohnten Nikolaus Fred Süsse ein ganz herzliches Dankeschön, dass er die Kinder des DAV-Frankenthal nie vergessen hat. Viele grosse und kleine Bergfreunde haben sich über seine Besuche bei der Sektion Frankenthal immer sehr gefreut.

Nach dem der Nikolaus weiter gezogen war, konnten sich die Teilnehmer aller 3 Wandergruppen an den von den Familien Hohlfeld und Seiler bestens vorbereiteten Glühwein, Kinderpunsch, Äpfeln und selbst gebackenen Plätzchen stärken, um danach gemeinsam die letzte Etappe des Tages zum Naturfreundehaus Rahnenhof zu starten. Hier klang beim Abendessen und netter Unterhaltung unsere Traditionsveranstaltung aus.

Unser grosses Dankeschön geht an alle wackeren Mitorganisatoren, an die edlen Spender, an die umsichtigen Wanderführer der Erwachsenen- und Seniorengruppe, an die rührigen Gühwein- nebst den Kinderpunschbrauern;
insbesondere gilt auch unser herzlicher Dank dem guten Nikolaus.

Familie G r a b o ,
              Carlsberg


 
 

Nikolauswanderung 2006

Es ist immer etwas seltsam, wenn wir im Frühjahr durch den Pfälzer Wald wandern, um die geeigneten Routen für die jährliche Nikolauswanderung zu finden.
Besonders die Wirte sind irritiert, wenn wir im Mai Räume und Essen für Dezember buchen. Dieses Jahr konnten wir entspannt in den Sommer gehen, alles war rechtzeitig organisiert. Wir hatten eine gute Gaststätte, Manfred Gärtner hatte die Strecke für die Erwachsenengruppe festgelegt, für die Senioren hatte Wolfgang Sowart eine geeignete Route gefunden und wir hatten eine kinderfreundliche Tour für die Familiengruppe ausprobiert.
Aber das Schicksal machte uns einen Strich durch die Rechnung. Gerade aus dem Sommerurlaub zurück, erfuhren wir, dass unsere geplante Hütte einen Brandschaden erlitten hatte. Also alles von vorne. Die Routen neu festlegen und vor allem eine Gaststätte finden, mit möglichst den gleichen Essen zu gleichen Konditionen (die Ausschreibung war ja schon veröffentlicht). Mit etwas Glück und Verhandlungsgeschick ist uns dies auch gelungen.
Mit den eingehenden Anmeldungen setzte die übliche Vorbereitungshektik ein. Carola Grabo besorgte Geschenke und Süßigkeiten, diese wurden altersgerecht aufgeteilt und verpackt. Durch die großzügigen Spenden in diesem Jahr konnte sie einige schöne Sachen dazukaufen. Im Namen der Kinder vielen Dank an alle Spender. Zum Glück konnte auch der Nikolaus seine Terminprobleme lösen, so dass alles gut vorbereitet war.

Der Tag der Wanderung war da und die Familiengruppe traf sich mit 57 Teilnehmern, davon 30 Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahre, am Kurpfalzpark. Morgens lösten wir noch ein kleines Glühweinproblem. Die Tour begann. In weiser Voraussicht waren alle Wetterfest angezogen, um den Wetterkapriolen vorzubeugen, aber wir hatten Glück und es regnete nur wenig. So marschierten wir überraschend zügig durch den Wald. Selbst die weglosen Steilstellen wurden von allen gut gemeistert. Die größeren Kinder immer vorne weg, die Kleineren meist bei ihren Eltern. Schön, dass die Spitze öfter wartete, da so der Zug nie zu lang wurde.

Am sehr schön dekorieren Festplatz wurden wir mit offenen Armen bereits von Familie Seiler mit dem Glühwein und Familie Hohlfeld mit dem Kinderpunsch und Äpfeln erwartet. Besonders interessant waren der Kanonenofen und die Feuerstelle, die sogleich umlagert wurde. Großzügig durften sich alle an den selbstgebackenen Plätzchen bedienen, Danke liebe Bäckerinnen. Nach und nach trafen erst die Senioren- und dann die Wandergruppe ein.
Nach der ersten Stärkung pfiff ich alle Kinder zusammen und wir begrüßten mit einem Lied den sehr dynamischen Nikolaus, der eine Riesen Liste dabei hatte. Für jedes Kind fand er lobende, manchmal auch mahnende Worte und verteilte viele Geschenke, über die sich die Kleinen sehr freuten. Nur der kleine Luke verschlief nach der anstrengenden Wanderung auf Vaters Rücken die Zeremonie, bekam aber auch ein Geschenk.
Als Dankeschön trugen einige Kinder Lieder, Gedichte und ein Flötenstück vor. Darüber freute sich der Nikolaus sehr, musste aber bald weiter.

Der Rückweg zum Forsthaus wurde problemlos bewältigt. Hier wurden wir mit schön geschmückten Tischen bereits erwartet, für die Kinder lag sogar ein kleines Geschenk bereit. Vor dem Essen gab unser Vorsitzender Hellmut Kerrut noch einen Jahresrückblick. Später klang der Abend gemütlich aus. An dieser Stelle möchte ich auch Uli Westermann für seine Unterstützung danken.

Kurt Grabo

 


 

Fortsetzung 2007

Noch 5 ergänzende Einzelbilder können Sie ansehen. Klicken Sie auf die folgenden Bildadressen:
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2003 8 2005 Martin Grabo, Wind i Mühl