V O L K S L Ie D

Nach alter Weise mit Volkes heller Stimme singen!

Aus Volkes unergründlicher Seele entsprungen; dem Märchenschatze abgerungen. Frau gleich Kind gleich Mann erinnere sich des Rumpelstilzchen!
Warum mußte das graußlich sterben ?
Es fiel den hinterhältigen Lauschangriffen der Königin zum Opfer.

Wie könnte sich ein Bundestag ?
der sich urdeutscher Staatskultur gewissenhaft verpflichtet fühlt ?
dessen Geschichte entziehen ??
Ein deutscher Staat, allein auf Volkes Vertrauen bauend, frei von jeder mißtrauischen Lauschbegier; gab es den jemals ???

Sie müssen nicht antworten !
Es könnte als Nötigung ausgelegt werden.

   .. H o o o r ch ! ... Schleichcht was ? .... ?? .... ??? ...


Horch! Schleicht was von draußen rein? Hollahi! Hollaho!
Könnt ein Wanzenbüttel sein. Hollahihaho!
Huscht vorbei und kommt nicht rein. Hollahi! Hollaho!
Wird beim Nachbarn balde sein. Hollahihaho!


Freunde habens leis gesagt; hollahi, hollaho;
daß ich ein Feinwänzlein hab. Hollahihaho!
Wänzlein klebt halt unterm Stuhl. Hollahi! Hollaho!
Hört all die Verdauung wohl. Hollahihaho!


Wenn mein Wänzlein funken sollt; hollahi, hollaho;
mir im Kopf das Blut gleich wallt. Hollahihaho!
Such mir flugs ein Hämmerlein. Hollahi! Hollaho!
Hau das Wanzzeug kurz und klein. Hollahihaho!*


Falls ich manche Wanzen hab; hollahi, hollaho;
stürzt mich das ins frühe Grab. Hollahihaho!
Setzt darauf den Leichenstein. Hollahi! Hollaho!
Meißelt fest die Wanzen rein. Hollahihaho!


Sehen Leute schreckensbleich; hollahi, hollaho;
diesen Steinerwanzenleich. Hollahihaho! Sch l ei chchch !   O _ B _ _ N _ _ B _ O    H Oo R chchch !  
Wollen sie in Lebenstagen, hollahi, hollaho,
niemals Wanzenplunder haben. Hollahihaho!

* Verfasser ungenannt *
Was des Volkes ist,
soll sein Eigen
ewig sein !

Das Wort "Steinerwanzenleich" setzt sich zusammen aus 'steinerne Wanze' und 'Leich'. 'Leich' stammt aus dem Germanischen; es besagt soviel wie "Spiel, Tanz" er war darstellende Einheit von Tanz, Chorlied und Schauspiel. Wer möchte, darf dem Worte weitere Bedeutung zueignen. Im Mittelhochdeutschem wurde er wie ein Lied gesungen, war durchkomponiert, hatte ungleich gebaute strophische Abteilungen.
 
 
Leichtsinnig dacht ich, die Sache nimmt ihren Lauf. Nischt is.
Neulich meldete mir die freiheitliche Presse so am Rande eine kurze Nachricht.
Ja, da mußte ich erstaunt lesen, daß der Singsang unbedacht der Sachsen gereimt worden ist.
Sie kennen sicher unsre lieben Sachsen, nicht die niederen, auch nicht die angelschen. Ich meine die waschechten, reenen Sachsen. Schon die zweitausend Jahre wieseln die in deutschen Landen rum.

Nich kleenzekriejen. Benimst sind die nach ihrem Kurzschwert, dem Sax (abgeleitet vom ahd. 'Sahs' = 'Steinmesser'); also ein richtig scharfes Ding für urst spitzfindige Leute.

Nu, meddem Sax is nischt mehr; sehe keen mehr met rumlofen. Dofor hamses mets SMS. Das hörte man früher schon. Dunn worsch Abkorschung forr: 'Sing mei Sachse, sing'. Das hatten auch die IM jerne, wenn wer sung; drum wards jelidden. Heite ist dorr Otto neijierch. Bloss is hot nu keener metjemacht met sein SMS. Nich eener is druff scharf.
So sinn de Sachsen; ähmde sächsch.  
 
* Das klein gedruckte: Fragen Sie erst Ihren pfiffigen Rechtsanwalt, bevor Sie Wut übermannt,
ob Sie denn dieses Wertvolle Staatseigentum beschädigen dürfen ??? Vielleicht besser mit dem Müll
entsorgen, denn die Behörde hat Sie ja von dem teuren Stück nie benachrichtigt:
Verzeihung! es ist aus Versehen geschehen. Sonst hätte ich gern zu ihren Diensten gestanden.  Hug !

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