H Ae N D E , i h r


 
Haende, ihr,

der Mutter mein,
die mich allweil liebkosend pflegten,
freudig an des Lebens Nahrungsquell hoben;
Haende, die meine ersten Schritte stuetzten,
mich in Lust dem Ziele aufrecht naeher fuehrend,
so ich freier Hand kuehn mein Werk errichte.

Haende ihr,

des Vaters mein;
die mich behutsam schlechter Wege trugen,
mich in schoepferischem Spiele froehlich uebten;
Haende, die mich klug manch Fertigkeit
meines edlen Handwerks lehrten,
dass ich wachen Geistes dem Leben wuerdig sei.

Ich weiss:

Aus den warmherzigen Haenden
der Ihren haben sie empfangen,
und ich schenke es den Meinen
willig aus offenen Haenden.

So tue ich,

handelndes Wesen,
geboren in eine Kette
fest verschlungener Haende,
unabsehbar,
deren 1. Glied in tiefster Vergangenheit
ich ahne,
deren greifende Finger mehr
ich in ferner Zukunft waehne,
faehig,
mit ihrem Koennen, wackerm Fleisse
unter Sternen
des Weltraums Weiten
wirkend zu durchdringen.
 
 

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2003 Martin Grabo, WindiMühl