Galsan Tschinag

 
Der tuwanische Dichter, Erzähler, Romanautor schreibt mit Vorliebe in deutscher Sprache. Laut Staatsangehörigkeit ist er Mongole, nach Volkzugehörigkeit ein Tuwa.

Wie er meint, könne er seine Gedanken bestens in deutscher Sprache aussagen; wiewohl ihm auch Tuwa, Mongolisch, Kasachisch und Russisch als Mittler zur Verfügung ständen. Er bekennt, daß er in Fleisch und Blut mongolid sei, dem Glauben nach schamanisch, aber im seines Geistes Wesen deutsch. Sein Leib möge in mongolische Erde eingehen, sein Geist jedoch in deutscher Sprache die übrige Welt erreichen.

Unser Freund heißt eigentlich: Irgit Schynykbaj-oglu Dshurukuwaa. Seine Mutter hat ihn Anfang der 40er Jahre veg.Jah. in eine Nomadenfamilie der Tuwa hineingeboren. Er war das jüngste Kind. Sie lebten in der Mongolei. In Leipzig hat er 1962 bis 1968 studiert. Danach lehrte er Deutsch an der UNI Ullaanbaatar. Jetzt ist er freischaffender Schriftsteller.

Galsan ist, was von den Skalden aus Sagen herüberklingt: Sänger und Volksführer. Sein Tuwa-Stamm wurde in stalinscher Zeit zwangweise ausgesiedelt. Er sammelte das weit verstreute Volk. Er führte es als Stammesoberhaupt durch 2000 km Steppe in die heimatlichen Gefilde des Altai zurück. So geschehen 1995.

Mit dem Adelbert-von-Chamisso-Preis wurde er 1992 ausgezeichnet.
Der Heimito-von-Doderer-Preis ist ihm 2001 zuerkannt worden.

Auswahl veröffentlichter Bücher:
"Eine tuwinische Geschichte", "Der blaue Himmel", "Alle Pfade um deine Jurte", "Die Karawane", "Tau und Gras", "Dojnaa"
 
Gekauft habe ich "Eine tuwinische Geschichte" und "Die Karawane".
 
 
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2004 Martin Grabo, WindiMühl