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G L O S S E !

S t au b sch w a d e n

Dort, ungefähr 2000 Meter vor uns, hinter langgestreckter Hecke kriecht ein sich dehnender Dunstschleier hervor. Ich kurbele rührig und Bocko rollt mich wacker den Feldweg entlang. Ich will wissen, woher dieses Gewölk quillt.
Bocko ist mein junger Drahtesel, Modell 'Pfadracker' für Geländeritt. Ich bin erfahrener Pedalreiter. Doch während erster Ritte hat er mich paarmal bockig vom Sattel gekippt. Sie verstehen, daher sein Name.
Wir sind dem Schwaden näher gekommen. Bei der Antseite steht ein klotziges Etwas, auf dessen Dach die Rundumleuchte hektisch blinkt.
Brennts dort? Ist Hilfe gefragt?
Ein abseits stehender Trecker mit 2 Hängern rumpelt stracks los, hält neben dem Mähdrescher. Näher kommend sehe ich, wie das Entladrohr quer über den vorderen Hänger schwenkt. Aus dem Rohr quellen mengig Weizenwellen heraus, auf den Lasthänger rieselnd. Der volle Bunker des Dreschers wird entleert.
 
Bild:      I m  S t au b      Drusch

V e s p e r t r a t sch

Nachdem wir ein Weilchen den staubenden Erntereigen betrachtet haben, wird bei den Schnittern die Vesper angesagt.
Ich geselle mich zu ihnen, mich als Webseitweber vorstellend, ihre sachkundige Meinung augenblicks den Webflitzern wwweltweit zu verklickern:
"Wer würde freundlicher Weise paar Fragen beantworten?"

"Baldur ist heute dran !" bestimmt Uwe sofort.
Verwundert blickt der sich um: "Wieso ich schon wieder?"

"Dein Pech, wenn in Tagen, an denen wir dran sind, keiner fragt."

"Ihr habt euch da einen hübschen Kalender ausgedacht, finde ich."
Die Kumpel neben ihm grinsen verschmitzt.

Er wendet sich zu mir:
"Nu! Laß hören, Webwebber!"

"In einer Zeitung vergangener Tage habe ich die Überschrift gelesen: 'Die Bauern als Prügelknaben der Politik' Wollt ihr mit der Riesenstaubfahne dagegen protestieren?"

"Schön wärs! Doch unsern Groll gegen Regierende verbinden wir damit nicht. Polizei würde uns straks vom Acker scheuchen und die Menschheit darben lassen."

"Warum dann solche lästigen Staubschwaden."

"Dies ist ein notwendiges Übel bei der Körnergewinnung. Der Weizen muß aus den Ähren gedroschen werden und dabei stiebs nun mal mehr, mal weniger. Uns juckt der Dreck auch auf dem Fell."

Ich bohre mit dem Finger in der Nase, hatte etwas Staub geatmet; lasse es wieder sein, dieweil sowas sehr schlechten Eindruck machen kann; niese dafür laut:

"Hat noch niemand den Staubzyklon für Mähdrescher erfunden?" dränge ich weiter.

"Ist mir unbekannt. Wenn es den geben würde, dann stände er hier. Doch wir sind keine Stahlbauer, um solch Ding anfertigen zu können; wir sind Ackerbauern."

U m w e l t a m t

"Es staubt ja schon viele Jahre. Und sagen wir mal, das Umweltamt hätte inzwischen einen namhaften Preis für ausloben können, so als schiebenden Anreiz?"

"Wo denken Sie hin, junger Mann?" sagte er mitleidig zu mir bei so viel Unbedarftheit. "Die haben jetzig weder Zeit noch Geld. Die sollen vom Alten Fritzen zum Alten Dessauer ziehen. Dort ist ein millionenschwerer Amtsbau neu errichtet worden. Nun verzögert sich dies. Empfindsame Spürnasen haben im Fußbodenbelag Schadstoffe lokalisiert, denen ein zartes Beamtenwesen mitnichten gewachssen ist. Also raus mit dem Giftzeug; saubrer Teppich rein."

Ich sinniere: "Als Amt mit bester Vorbildwirkung müßten die ihre Gesetze und Bestimmungen in Schilflauben nebst Strohhütten ausbrüten."

"Schön wärs. Die sind ja nicht mal in die ehemaligen Russenkasernen gezogen, die ihnen die Wittenberger mietfrei angeboten hatten. Deutscher Beamter und Russenkaserne; wie paßt das zusammen?" Er rümpft die Nase. Machorka?
"Und noch was: Weißt du, warum die Wittenberger so blaß aussehen?" Er kuckt mich listig an.

"Ich denke mir, wegen der Elbe. Elbe, albis deutet auf weiß; ebenso witt auf Wittenberg."

"De Dinge lähn diefer." Arnim wechselt in hiesige Mundart, der Ausdruckskraft wegen. "Afang dor Neinzcher hamse sich in Wittenbarch e Klärwark forr 150 tausend Ärsche henjeklotzt ungern Juwel vun alle Natur- un Umweltschitzer. Die worn awwer blos 60 tausend un wullten noh e poor Dutzend Leite henlocken, vun wejen een jewaltchen Uffschwung. Nischt wor; varrechnet hamse sich dicke. Heite sins wenijer; die annern sin uff nohn Westen.
Um de Kläranloche nu auszelasten, muß dorr Rest mindestens 3 Mol in'n Tach uffs Teppchen, seinen Mastdarm rejelrecht leerdricken. Vorstehste? Sowas strenget on, macht die so blaß; un die Drickerei wurre keen Beamtenpopo ausholn. Die täten woll bloß noh uff äre Korridore rumflitzen.
Bloß szis reecht immer noh nich. De Kacke, Varzeihung Exkremente, aus de Derfer dorr janzen Umjewung ward rangepumpt; deier ist sowas; de Leite missens jo berappen. Diss Land werd rene entfäkalisiert. Friher hamwern janzen Schmant ausn Abtritt ufn Acker jekarrt; das wor unse Joldjruwe. Mächtje Riem, Ardoppeln un Futter vun jearnt. Wor dunn schon Mol echte Ekolandwertschaft."

Auf dem Mähdrescher

Baldur steckt Brotbüchse samt Teeflasche in die Tasche:
"Komm mit, paar Runden auf dem Drescher drehen!
Ich zeig dir was!"
Solche Gelegenheit schlägt man nicht aus. Ich steige zum Hochsitz des Fahrers hinauf, suche mir ein aussichtreiches Plätzchen.
Baldur zündet den Motor, schaltet an verschiednen Hebeln und Knöpfen, rollt an das Schwad. Er senkt die 7 Meter breite Mulde, der scharfe Messerbalken beginnt durch die Fingerleiste zu flitzen, die Haspel kippt erste Halme in die wirbelnde Schnecke. Die verschwinden unter uns im gefräßigen Dreschwerk. Es gibt so viel zu sehen rundum, wo soll sich mein Blick festheften. Dazu kommen ungewohnte Geräusche samt Bewegungen des großen Arbeitsgerätes.

Meine Gedanken schweifen ab:
'Sehe Großvater Friedrich und Onkel Ernst die große Getreidesense auf dem Rücken vor mir den Feldrain entlang schreiten; ich barwist; hinter mir Großmutter Emilie und Tante Lieschen mit Kneif, Vesperkorb nebst Labkannen; hinten ging Urgroßvater Ernst.
Getreide wurde mit der Sense gehauen, nicht gemäht. Es war harte Schnitterarbeit, die bei Sonnenschein den Schweiß von der Stirn tropfen ließ. Die Raperinnen bündelten mit dem Kneif die Halme vom Schwad, legten sie dann auf die von mir zuvor gedrehten Strohbänder, die Urgroßvater fest verknotet hat. Schließlich setzten wir die Garben in Hocken.
Ernte war so etwas wie heilige Handlung. Jede Ähre ist aufgehoben worden. Darin lag die Wertschätzung der kostbaren Körner. Sie zertreten, wäre in den Augen meiner Ahnen Sünde gewesen.'

Sorgsame Bodenpflege

Baldur reißt mich aus meinem Rückblick. Er hat die lange Gerade vor sich, Gelegenheit, mir etwas zu verklickern:
"Hier am Holm, das ist mein Bordrechner."
Die flimmernde Kristallplatte mit Zahlen war mir schon aufgefallen. Doch ich mochte den Fahrer nicht mit Fragen ablenken, bevor er ein Ohr dafür hätte.
"Aller 5 Sekunden wird die Weizenmenge gemessen, die aus der Dreschtrommel über die Reinigung in den Kornbunker rieselt. Die Zahl erscheint hier."

"Aha, ihr wißt dann sofort nach der Mahd, wieviel Weizen ihr versilbern könnt?"

"Wohl auch; aber das ließe sich später noch ermitteln. Unsre Absicht zielt auf andres."

"Darf ich raten?"

"Bitte sehr !"

"Ihr wollt stoppen, bei welcher Geschwindigkeit wieviel gedroschen wird; also die Leistung am Zielstrich genau wissen ?"

"Dieser Wert ergibt sich nebenbei."

Im Brennpunkt

"Hast du schon mal an  G P S  gedacht ?"

"An was ? An das Global Positioning System ? Das ich nicht lache ! Du machst doch keine Weltreise durch tropischen Dschungel. Von deinem Hochsitz hier hast du den freiesten Blick über das ganze Feld."

Baldur dreht die Kurve, schwenkt in das Antschwad. Er überprüft die Meßgeräte; dann antwortet er:
"Wir messen hier nicht die großen Sprünge, sondern die kleinen Dippelschritte."

Mir kommt es witzig vor, Meßgerät der weiten Strecken für übersehbare Schritte zu Nutzen:
"Da bin ich aber tierisch neugierig."

"Das darfst du sein. Wenn wir Glück haben, springt eine Wildsau mit Frischlingen aus dem Ährenmeer."
Baldur schaltet am Bordrechner ein Raster mit hellgrünen Quadraten in dunkelbraunem Gitter vor. 1 helles Pünktchen läuft darin entlang. Er erklärt:
"Wir rollen im Brennpunkt von 8 GPS-Satelliten, die 20200 Kilometer über uns schweben. Durch die Laufzeitmessung der kodierten Signale und zusätzlicher Informationen aus der Doppler-Frequenzverschiebung zwischen uns und den Satelliten ermitteln wir den Ort unsrer Bewegung auf dem Felde."

Ich schlucke. Der Satz muß erst mal verdaut werden. Meinem Mund entwindet sich ein mickriges:
"Wozu ist das nütze? Verfolgen euch die Grünen?"

"Das ich nicht lache. Die Froschjungfern?"

Kartierung

Er tippt wieder auf seinen Rechner. Das Quadrat mit unserem Drescherpunkt vergrößert sich. Ziffern blinken:
"Zahlen, die hinter dem Punkt erscheinen, zeigen die Druschmenge am jeweiligen Fahrort, den wir behelfs der Satelliten auf  ± 10 Meter  genau bestimmen können. Das betreffende Meßbeet ist 50 X 50 Meter groß. Der ganze Weizenschlag wird so als Ertragskarte verzeichnet."

"Was wollt ihr mit solcher Menge Meßdaten anfangen? Ginge es nicht einfacher; alles zusammen genommen?"

"Wünschenswert schon; doch leider zu ungenau für unsre Arbeit.
Wir erzeugen hier auf Äckern der Gefilde die Nahrung mit Pflanzen. Deren Ansprüche an mineralischen Nährstoffen müssen wir genügen, reiche Ernten einzuheimsen, damit Hungrige ihre Münder stopfen können.
In der Muttererde haben die Gnome ihre besten Gaben ungleich verteilt. Voller Neugier haben wir deswegen Bodenproben gezogen, untersuchen lassen, unsre Düngung danach eingestellt und nun vergleichen wir mit dem Ernteertrag. Das Ergebnis der Auswertung dient der folgenden Bodenpflege als Richtschnur."

Spektrum

"Ein besonders pfiffiges Gerät neuster Hochtechnologie ist unser Stickstoffstier; auch fachmännisch 'Hydro N-Sensor' genannt. Mittels Spektralanalyse mißt er den Chlorophyllgehalt des treibenden Pflanzenbestandes. Der Bordrechner dann kalkuliert aus den Meßdaten die zu streuende Düngergabe und stellt diese sofort am aufgesattelten Streuer ein. Nebenbei wird an GPS der Fahrort gepeilt und einschließlich der Streumenge auf der Bestandskarte vermerkt. Alles geschieht sorgsam in einem Gang."

Stickstoffverluste

"Ach so", plappere ich munter drauflos, "dann vermistet ihr Bauern nicht mehr das klare Grundwasser mit euren beschißnen Nitraten, weil ihr viel zu viel davon auf den Acker schmeißt?"
Baldurs Haltung ändert sich. Er holt tief Luft, strafft sich sichtlich, faßt an die Türklinke und blickt mich scharf an. Ich spüre, da bin ich nicht nur in 1 Fettnäpfchen getreten, sondern in 1 vollen Schmalztopf gelatscht. Möchte nicht im Freiflug auf die Stoppeln segeln; kleinlaut ergänze ich:
"Das habe ich aus dem Rundfunk gehört, sowas stand auch in der Zeitung zur Meinugsbildung des mündigen Bürgers. Behaupten kann ich das wohl nicht."

"Nu, das ist was andres."
Er läßt die Türklinke los, holt nochmals tief Luft, besinnt sich kurz,dann:
"Ich will dir mal was stecken!
Die Jauche, die du meinst, saufen wir selber. Deswegen achten wir Landwirte darauf, das die möglichst dünn bleibt.
Früher hat der Landwirt Ökonom geheißen. Ist er auch heute. Mein Geld werde ich nicht nutzlos auf den Acker schmeißen wollen.

Das Gesetz

Der Haken ist, zwischen uns und dem Salpeter stimmt die Chemie schlecht überein. Salpetermoleküle binden sich nur lose an den Sorptionskomplex der Bodenkrume. Dünge ich und 3 Tage später donnert 1 kräftiges Gewitter heran, dann schleudern Asathors Blitze nochmal kiloweise für Pflanzen verwertbaren Stickstoff runter. Vom Regen wird ein Teil aus der Krume gewaschen, durchsickert den Boden, düngt die Gewässer und belastet das Grundwasser."

"Also habt ihr Bauern die geringste Schuld", quake ich dazwischen.

"Genau richtig erkannt", lobt er mich.

"Ich habe eine Idee: Die Grünen söllten im Reichstag 1 Gesetz verabschieden lassen, daß die Wolken nur regnen und gewittern dürfen, wenn denn der Landmann dessen bedarf."

"1 Pfundsidee! Schreib die dann gleich in großen Buchstaben vorn auf deine Webseite."
Mir scheint, er drückt sich um eine genaue Auskunft. Soll das alles sein?

Müllrecycling

"Habt ihr gar keinen Anteil an diesem Ungemach?"

"Na ja, hat vielleicht mit unserm recycling zu tum."

"Ihr recycles? Was denn?"

"Mineralische und organische Stoffe."

"Wo denn? Ich sehe nirgends die Halde voller Müll."

"Da drüben, der Trecker, Wolfgang beackert sie."


"Ist doch Quatsch. Der grubbert das Stoppelfeld."

"Genau! Wir haben uns auf modernste Terminologie umgestellt: He is recycling the field."

Mir klappt die Kinnlade runter. Jede weitere Frage bleibt mir auf der Zunge kleben. Ein gewiefter Bursche, den mir die anderen da grienend anempfohlen hatten. Unsinn! Das Ganze hat doch garnichts mit Müllverbrennung, Mülldeponie, Klärwerk, Arme Kunst oder kölschen Müllskandal unter grüner Schirmherrschaft gemein.

Wertstoffvernichtung

Er kurbelt am Lenkrad, schaltet, bemerkend:
"Der Bunker wird bald voll." Dann setzt er zum Endspurt an.
"Wir könntens ja genau wie die anderen in heutiger Weitwegwerfgesellschaft treiben:
'Brauchen wir nicht mehr; ab damit in den Müllschlucker!'
Wir bräuchten nur die Wurzeln samt Stoppeln aus der Erde grubbern und eggen, auf 1 Haufen schmeißen, Stroh dazu mit Kaff, Stalldung rangekarrt – von den hiesigen 50 Hektar kommen so etwa 500 Tonnen zusammen – Streichholz dran, 1 Riesenfackel feuert ab; und die Asche bleibt uns doch.
Wie wärs?
Das ist aber nicht alles; die Ackerkrume wurde ausgesogen und ausgelaugt. Laut Industriestandard müßte die auf Halde gekippt werden, dafür frische rangeschafft. Bei den 50 Hektar kommen da so schlappe 225000 Tonnen zusammen. Das ist die Menge, die Wolfgang rizeikelnd gewendet hat, wenn er mit dem Pflügen hier fertig ist.

Humuswirtschaft – Aufwertung

Bääh! Nie mit uns.
Die 500 Tonnen Produktionsabfall arbeiten wir ein, mischen ihn sorgfältig mit den 225000 Tonnen Brache. Dann kommen unsre vielen kleinen Helferlein angeeilt, die Tausendfüßer, Spinnen, Würmer, Schnecken, Käfer, Asseln, Milben, Raupen, Protozoen, Pilze, Algen, Bakterien, die das ganze Zeug durchwühlend in schwarzbraunen Humus umwandeln.
Das ist echt unsre  diamond pipe.
Darauf stehen wir. Humuswirtschaft ist die Grundlage für die hohen Erträge, die wir heuer gegenüber dunnemals einfahren.

Schuldfrage

Nun zu der Frage:
Wieviel Schuld laden wir uns damit auf?
Wenn wir den Ernteertrag verdoppeln, geschieht das auch mit dem Stoffkreislauf. Es werden mehr Photonen chemisch gefangen, mehr Wasser wird gebraucht, mehr Mineralstoffe sind erforderlich, mehr CO2 gebunden zu Zucker verwandelt, die doppelte Menge Stickstoff für Eiweiße ist nötig, usof. Bei allem Mehr werden leider auch mehr Nitrate ausgewaschen, die wir gern in der Krume behalten würden.

Rückwärtsgang

Der Gegensatz:
Wir könnten mühelos die Betriebsweise um 1000 Jahre zurück kurbeln. Null Problema. Dies würde eine Abmagerungskur für alle heutigen Esser bedeuten, rustikalste Lebensweise bei wenig Brot und viel klarem Wasser. Jeder müßte seinen Riemen etliche Löcher enger schnallen; die überflüssigen Rentner dürften sich auf ein Mumiendasein vorbereiten."

Wumms! Da hatte ich meine geballte Ladung Informationseinheiten weg.

Abschied

Der Kornbunker ist gefüllt. Die Rundumleuchte illert. Baldur hebelt und schaltet. Der Drescher steht. Mit 2 Hängern kommt Dreckerknecht angerumpelt. Das Entladrohr schwenkt über den 1. Wagen. Baldur schaltet die Schnecke ein.
Bedankend verabschiede ich mich sichtlich beeindruckt. Mein InforMant ruft hinterher:

"Reichts für dein Webseitel?"

"Woll! Woll!"

Kurzes Weilchen stehe ich abseits, den Erntereigen betrachtend. Aus dem Entladrohr rieselt der goldene Weizen die Menge zur Abfahrt in die Lagerhalle. Meine Gedanken schwingen 66 Ernten zurück auf Großvaters saubern Hof:
Man staune, in der kurzen Zeit hat sich dieses uralte Gewerk mehr revolutioniert denn in den davor liegenden 1000 Jahren.

E n d e  der  Glosse !
 
            Hinter dem Balken beginnt der Ernst des Lebens.

 

 

P R E C I S I O N  F A R M I N G

Blicken Sie genau hin !

Was die Bauern in ihrer Landwirtschaft mit Genauigkeit am Strohhut haben;
noch genauer heißt das:

Präzisionsdüngung nebst
Boden-, Pfanzenanalyse
Ertragmessung
inmitten des pfanzenbestandes, während des laufenden Betriebes.
 
Nicht allein für Landwirte interessant; auch kämpferischen Naturmenschen empfohlen.

A CH T U N G !
Was setzen die dafür an technischem Gerät ein?
Welch geistiges Instrumentarium soll den Keiler fangen und ausweiden helfen?

Als da sind:

DGPS, Bodenscanner, online Sensorik,
variable Ratentechnologien (differenzierte Saat, Düngung, Pflanzenschutz),
SSToulbox usw.

 
Für mich sind etliche dieser Begriffe auch dicke ? ? ?
Helfen wir uns!
1 Klick genügt, dann tummeln wir uns auf der www dieser tüchtigen Landwirte:

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Die wissen in vielem gut Bescheid und beraten gern.
 
Es gibt keinen Bauer, der die Umwelt schädigen will, denn damit beraubt er sich seiner Lebensgrundlage –
und Sie der Ihren.
Gesagt sei aber, daß beim Einwirken auf Naturgegebenheiten unmöglich alle Folgeereignisse sofort erkannt werden können. Solches vermögen vielleicht Götter. Darum sorgfältige Forschung, die Auswirkungen für Sämann samt Schnitter auf seiner Scholle voraussehbar werden lassen.

Literatur:
Ludowici, Schwaiberger, Leithold  "Precision  Farming", Handbuch für die Praxis, DLG-Verlags-GmbH, Eschborner Landstraße 122, 60489 Frankfurt am Main

 

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2003 Martin Grabo, WindiMühl